{"id":970,"date":"2019-09-06T00:08:41","date_gmt":"2019-09-06T00:08:41","guid":{"rendered":"http:\/\/krain.de\/?page_id=970"},"modified":"2019-09-06T00:19:37","modified_gmt":"2019-09-06T00:19:37","slug":"erinnerungen-an-morgen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/krain.de\/?page_id=970","title":{"rendered":"Erinnerungen an morgen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_969\" style=\"width: 311px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-969\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-969\" src=\"http:\/\/krain.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/erinnerungen-an-morgen1.jpg\" alt=\"\" width=\"301\" height=\"480\" srcset=\"http:\/\/krain.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/erinnerungen-an-morgen1.jpg 798w, http:\/\/krain.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/erinnerungen-an-morgen1-188x300.jpg 188w, http:\/\/krain.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/erinnerungen-an-morgen1-768x1223.jpg 768w, http:\/\/krain.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/erinnerungen-an-morgen1-643x1024.jpg 643w\" sizes=\"(max-width: 301px) 100vw, 301px\" \/><p id=\"caption-attachment-969\" class=\"wp-caption-text\">Erinnerungen an Morgen<\/p><\/div>\n<p>Mit diesem Band startete die Reihe &#8222;Steampunk&#8220; im Fabylon Verlag. Herausgeberin Alisha Bionda l\u00e4sst Steampunk-Geschichten erz\u00e4hlen, die den Leser in das viktorianische London entf\u00fchren. Die bunt gemischten Kurzgeschichten f\u00fchren den Leser ins &#8222;Steampunk&#8220;-Genre im Allgemeinen und in die Reihe im Besonderen ein. Dar\u00fcber hinaus gibt es einen Essay \u00fcber STEAMPUNK und seine Unterarten.<\/p>\n<p>Das besondere an dieser Anthologie ist, dass neben Kurzgeschichten auch zwei l\u00e4ngere Novellen enthalten sind, die zugleich als eine Art Prolog f\u00fcr sp\u00e4ter in der Reihe erscheinende Romane dienen werden. Eine dieser Novellen stammt von S\u00f6ren Prescher, die andere aus meiner Feder.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Anthologie &#8211; Steampunk<br \/>\nSteampunk Band 1<br \/>\nFabylon-Verlag<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3927071692\/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3927071692&amp;linkCode=as2&amp;tag=fantasybuchde\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Hardcover 14,90 \u20ac<\/strong><\/a><br \/>\nISBN <strong>9783927071698<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B009EU8XWY\/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B009EU8XWY&amp;linkCode=as2&amp;tag=krain-21\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>eBook &#8211; 4,49 \u20ac<\/strong><\/a><br \/>\nCovergrafik: Crossvalley Smith<br \/>\nCoverartwork: Atelier Bonzai<\/p>\n<h5><strong>Mein Beitrag &#8222;Steam is beautyful&#8220;:<\/strong><\/h5>\n<p>Wie oben bereits erw\u00e4hnt, habe ich zu diesem Band keine Kurzgeschichte, sondern eine l\u00e4ngere Novelle beigetragen, die zugleich als eine Art Prolog zu Band drei der Reihe &#8211; meinem im Mai 2013 erschienen Roman <a href=\"http:\/\/guido.krain.de\/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=70&amp;Itemid=103\"><strong>Argentum Noctis<\/strong><\/a> &#8211; dient. Der Prolog hat auch einen eigenen Teaser:<\/p>\n<p><em>Eine Erbschaft wird f\u00fcr den mittellosen Erfinder Charles Eagleton zur letzten Rettung. Der unverhoffte Nachlass hat allerdings auch seine dunklen Seiten. Der junge Mann wird in Machenschaften verwickelt, die den verstorbenen Onkel in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Neben Geld und falschen Freunden findet sich auch ein lange vergessener Teil von Eagletons Jugend in der Erbmasse. Ein Teil, der wohl nicht ganz unschuldig am bedenklichen Geisteszustand des lieben Onkels gewesen ist&#8230;<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Pressestimmen:<\/strong><\/h5>\n<h6>Rezension von Elmar Huber &#8211; <strong><a href=\"http:\/\/www.buchrezicenter.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Buchrezicenter.de<\/a><\/strong><\/h6>\n<p>Auch von Elmar Huber bekamen die &#8222;Erinnerungen an Morgen&#8220; im Namen des Portals &#8222;Buchrezicenter.de&#8220; ein gro\u00dfes Lob ausgesprochen. Besonders gefreut hat mich nat\u00fcrlich der Kommentar zu meinem Beitrag &#8222;Steam is Beautiful&#8220;:<\/p>\n<blockquote>\n<address><strong>&#8222;Guido Krains \u201eSteam Is Beautiful\u201c \u00fcberrascht zu Beginn mit wohldosiertem Humor, mit dem er sein mysteri\u00f6ses Technikm\u00e4rchen garniert.&#8220;<\/strong><\/address>\n<\/blockquote>\n<p>Auch das Gesamtfazit zur Geschichtensamlung f\u00e4llt sehr positiv aus:<\/p>\n<blockquote>\n<address><strong>Humorvoll, \u00fcberraschend, philosophisch, d\u00fcster, romantisch, actionreich und durchweg \u00fcberzeugend kommen die Geschichten aus Alisha Biondas Sammlung von Steampunk-Geschichten daher. Wie gewohnt in schmuckvoller Aufbereitung.<\/strong><\/address>\n<\/blockquote>\n<p>Da kann ich mich wohl nur im Namen aller Autoren bedanken.<\/p>\n<hr \/>\n<h6><\/h6>\n<h6>Rezension von Torsten Scheib &#8211; <a href=\"http:\/\/www.fantasyguide.de\/12859.0.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fantasyguide.de<\/a><\/h6>\n<p>Torsten Scheib Rezensierte &#8222;Erinnerungen an Morgen&#8220; f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.fantasyguide.de\/12859.0.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fantasyguide.de<\/a>. Zu meinem Beitrag &#8222;Steam is Beautiful&#8220; meint er:<\/p>\n<blockquote>\n<address><strong>Keine Frage: \u00bbSteam is Beautiful\u00ab macht Lust auf mehr. Der fl\u00fcssige Stil, das sich niemals stauende Tempo, dazu eine gekonnte Balance aus Augenzwinkern und Seriosit\u00e4t \u2013 Krains Erz\u00e4hlung ist ein blendender Start und sorgt daf\u00fcr, dass man ungeduldig auf den angedachten Roman wartet.<\/strong><\/address>\n<\/blockquote>\n<p>Nat\u00fcrlich freut mich diese Meinung ganz pers\u00f6nlich. Mit dem &#8222;angedachten Roman&#8220; ist \u00fcbrigens &#8222;Argentum Noctis&#8220; gemeint. F\u00fcr die gesamte Kurzgeschichtensammlung zieht er das Fazit:<\/p>\n<blockquote>\n<address><strong>Einen gelungeneren Auftakt f\u00fcr die neue Steampunk-Reihe des Fabylon-Verlags h\u00e4tte es nicht geben k\u00f6nnen. \u00bbErinnerungen an Morgen\u00ab ist eine exzellente Anthologie geworden, die dank zahlreicher Magic Moments den Leser prompt gefangen nimmt. W\u00fcnschen wir den Herausgeberinnen Alisha Bionda und Uschi Zietsch, dass der Serie ein langes und erfoglreiches Dasein verg\u00f6nnt ist \u2013 und freuen uns auf die n\u00e4chsten Elaborate!<\/strong><\/address>\n<\/blockquote>\n<hr \/>\n<h6><\/h6>\n<h6>Rezension von Erik Schreiber &#8211; Phantastischer B\u00fccherbrief<\/h6>\n<p>In der Ausgabe August 2012 vergab der Phantastische B\u00fccherbrief f\u00fcr &#8222;Steampunk &#8211; Erinnerungen an Morgen&#8220; die H\u00f6chstwertung von 5 Smileys. Zitat:<\/p>\n<blockquote>\n<address><strong>&#8222;Die Kurzgeschichtensammlung besticht durch eine einzigartige Zusammenstellung von verschiedenen Kurzgeschichten bzw. von Vorgeschichten zu zwei Romanen. Die sechs Schriftsteller, die ich in diesem Fall gern von dem einfachen Begriff Autor in eine h\u00f6here Ebene erhebe, schaffen es spannende Geschichten zu schreiben und den Leser gern daran teilhaben zu lassen. Fesselnde Unterhaltung, unbekannte Orte und spannende Handlungen. Der Dampf macht die Musik.&#8220;<\/strong><\/address>\n<\/blockquote>\n<p>Da ist unter uns Autoren nat\u00fcrlich die Euphorie ausgebrochen ;o)<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige Rezension von Erik Schreiber finden Sie in der besagten Ausgabe.<\/p>\n<hr \/>\n<h6><\/h6>\n<h6>Rezension von Gunda Plewe f\u00fcr <strong><a href=\"http:\/\/www.literra.info\/rezensionen\/rezension.php?id=6198\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Literra<\/a><\/strong><\/h6>\n<p>&#8222;Seit vor ungef\u00e4hr drei Jahren auf dem deutschen Buchmarkt mit gro\u00dfem Enthusiasmus und noch gr\u00f6\u00dferen Erwartungen Steampunk als das kommende Genre aus der angels\u00e4chsischen Literatur willkommen gehei\u00dfen wurde, hat sich viel getan. Die Spreu trennte sich vom Weizen und Schnellsch\u00fcsse, hastig garniert mit einigen Zahnr\u00e4dern, dampfbetriebenen Robotern und verr\u00fcckten Wissenschaftlern, verschwanden wieder dort, wo sie hingeh\u00f6rten: in der Versenkung. Geblieben sind die Autoren und Verlage, die nicht nur einem Trend hinterherhecheln, sondern auf Qualit\u00e4t setzen.<\/p>\n<p>\u201eSTEAMPUNK Erinnerungen an Morgen\u201c ist eine Anthologie, die unter der Herausgeberin Alisha Bionda f\u00fcnf Geschichten plus eine Bonusstory aus der viktorianischen und dampfbetriebenen Welt versammelt.<\/p>\n<p>Den Auftakt macht Guido Krain, dessen \u201eSteam is beautiful\u201c mich regelrecht verzaubert hat. Der Erfinder Charles Eagleton kehrt nach dem Tod seines reichen Onkels in das Haus des Mannes zur\u00fcck, der f\u00fcr ihn Vorbild und vom Podest gest\u00fcrzter Held gleichzeitig war. Wie sich nach der Lekt\u00fcre der Tageb\u00fccher herausstellt, verlor Onkel Walther den Bezug zur Realit\u00e4t und tr\u00e4umte von Experimenten, die geradezu \u201eWahnsinn\u201c schrien \u2013 oder doch nicht? Pfarrer Gilmour, ein Freund des Verstorbenen, ben\u00f6tigt Charles Hilfe bei der Reparatur einer geheimnisvollen Maschine, doch die Motive des Geistlichen sind d\u00fcsterer, als es sich f\u00fcr einen Mann Gottes schickt. Wie gut, dass es Fifi gibt, das dampfbetriebene und \u201emehr als eine Vierteltonne\u201c wiegende Dienstm\u00e4dchen.<\/p>\n<p>Fifi bringt Leichtigkeit in eine Geschichte, die durchaus moralisch ist, eine Kombination, die mir au\u00dferordentlich gut gefallen hat \u2013 Geschichten sollen unterhalten, nat\u00fcrlich. Aber wenn der Autor auch noch etwas zu sagen hat, das \u00fcber den reinen Unterhaltungswert hinausgeht, ist das nat\u00fcrlich viel nachhaltiger und schlicht auch sch\u00f6ner. Die Moralkeule wird hier nicht geschwungen, keine Sorge! Die Frage danach, wie weit man in der Gier nach mehr Geld, mehr Macht und Einfluss zu gehen bereit ist, war und ist an kein Zeitalter gebunden, ebenso wie die Frage, ob Maschinen ein Bewusstsein ihrer selbst haben. \u201eSteam is beautiful\u201c ist gehaltvoll, unterhaltsam, elegant in der federleichten Erschaffung einer Atmosph\u00e4re, die geschickt mit der Erwartungshaltung des Lesers spielt. Es gibt bekannte Versatzst\u00fccke, die viel zur viktorianischen Stimmung beitragen, aber eben auch sehr viel Eigenes. Die Geschichte ist der Prolog zum Roman \u201eArgentum Noctis\u201c, der in B\u00e4lde erscheint und den ich hoffentlich bald komplett verschlingen kann.<\/p>\n<p>Bernd Perplies steuert mit \u201eDer Automat\u201c die zweite Geschichte bei. Sp\u00e4testens seit seiner wunderbaren \u201eMagierd\u00e4mmerung\u201c \u2013 Trilogie wei\u00df man, wie souver\u00e4n er das Geschichtenerz\u00e4hlen beherrscht, und auch diese Geschichte entt\u00e4uscht nicht. Die Hauptfigur in der kurzen Erz\u00e4hlung ist ein Auftragsm\u00f6rder, der seinen Beruf kalt und erbarmungslos aus\u00fcbt. Es gibt f\u00fcr ihn nur zwei Regeln, die niemals verletzt werden: keine Frauen, keine Kinder. An einem tr\u00fcben Herbsttag wird ihm ein Mord angetragen, der den Rahmen des \u00dcblichen sprengt. Ein reicher Industrieller bittet ihn, \u201edieses k\u00fcnstliche Ungeheuer, diese L\u00e4sterung Gottes in Menschengestalt\u201c, aus dem Weg zu schaffen. Als feststand, dass sie kinderlos bleiben w\u00fcrde, hatte seine Frau den Ingenieur Giuseppe Collodi um Hilfe gebeten und ihren perfekten Sohn, ein Maschinenkind, erhalten. Der Attent\u00e4ter nimmt den Auftrag an \u2013 wer w\u00e4re er, die Motive eines Auftraggebers zu hinterfragen? Doch das Kind, die Maschine, ist nicht mehr im Hause, und der gewissenhafte Attent\u00e4ter macht sich auf die Suche, um seinen Auftrag ordnungsgem\u00e4\u00df zu Ende zu f\u00fchren. Die Suche nach dem Kind wird jedoch zu einer Reise der besonderen Art f\u00fcr den herzlosen M\u00f6rder.<\/p>\n<p>Auch diese Geschichte ist stilistisch sehr gut, spannend und stimmungsvoll. Hier dominiert die d\u00fcsterste Melancholie in jeder Zeile das Geschehen, und wie der Herbstabend, an dem die Geschichte beginnt, wird die durch und durch k\u00fchle Geschichte nur ab und zu von einem Anflug von W\u00e4rme unterbrochen.<\/p>\n<p>S\u00f6ren Preschers Beitrag zur Anthologie ist ebenfalls Teil eines gr\u00f6\u00dferen Projekts, in diesem Fall des Steampunk-Romans \u201eDer Flug des Archimedes\u201c, der im Sommer 2013 bei Fabylon erscheinen wird. Von S\u00f6ren Prescher habe ich zuletzt sein Gemeinschaftswerk mit Tobias Bachmann \u201eSherlock Holmes taucht ab\u201c genossen, und da mir diese gelungene Mischung aus Sherlock-Holmes-Hommage und Fantastik au\u00dferordentlich gut gefiel, waren meine Erwartungen naturgem\u00e4\u00df recht hoch. Die Geschichte, der die Anthologie ihren Titel verdankt, beginnt vielversprechend mit der Einf\u00fchrung Henry Curtons, der seinem einflussreichen Vater die Praktikantenstelle am St. Thomas Hospital in der Abteilung f\u00fcr Geisteskrankheiten verdankt. Die Verbohrtheit seiner Vorgesetzten und die veralteten Behandlungsmethoden sind nur zwei Gr\u00fcnde, Henrys Forscherdrang ins Unermessliche wachsen zu lassen. Wir begleiten den einzelg\u00e4ngerischen Arzt eine Zeit lang in seinem beruflichen und privaten Leben. Mit der Entdeckung des Mesmerismus \u00f6ffnet sich eine neue Welt f\u00fcr den begeisterten Forscher, dessen Entdeckerdrang in einem Experiment m\u00fcndet, das nicht nur sein eigenes Leben beeinflussen wird, sondern auch auf geheimnisvolle Weise Einfluss auf die Zukunft nimmt.<\/p>\n<p>Ich gestehe, ich liebe diese d\u00fcsteren, klischeehaften Settings, wenn sie nicht \u00fcberreizt werden \u2013 eine Irrenanstalt im viktorianischen London als Ort der Handlung ist f\u00fcr mich als Einstieg in eine Geschichte so unwiderstehlich wie \u2026 bleiben wir klischeehaft \u2026 Schokolade. S\u00f6ren Prescher verf\u00fcgt als Schriftsteller \u00fcber gen\u00fcgend Erfahrung, mit Klischees zu spielen und sie so zu variieren, dass der Leser neugierig Seite um Seite liest. Sprache und Spannungsbogen lassen nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Auch hier gilt: ich freue mich sehr auf den kompletten Roman!<\/p>\n<p>\u201eVariet\u00e9 d \u00b4Immortal\u201c von Tanya Carpenter entf\u00fchrt den Leser in die Welt von Edward Stone. Vom Vater wegen seines unb\u00e4ndigen Wissensdranges gedem\u00fctigt, findet er einen Freund im Magier und Illusionisten Francois Dumont. Der Direktor des Variet\u00e9s wird zum F\u00f6rderer von Edwards Studien, doch zehn Jahre sp\u00e4ter fordert Dumont die Begleichung alter Schulden auf die grausigste Art.<\/p>\n<p>Tanya Carpenters Erz\u00e4hlung h\u00e4tte gerne l\u00e4nger sein d\u00fcrfen, denn sie erzeugt durch die \u00fcppige und plastische Beschreibung ihrer Charaktere einen Sog, dem ich mich allzu gerne hingab, \u00e4hnlich wie Edward den Verlockungen des Variet\u00e9s. Die Verzauberung, die Edward w\u00e4hrend seines ersten Besuchs dort erlebt, und die nachfolgende Desillusionierung sind wunderbar beschrieben, ebenso wie das rauschhafte Finale. Auch diese Geschichte k\u00f6nnte ich mir in Romanform vorstellen, verf\u00fchrerisch und unheimlich gleichzeitig.<\/p>\n<p>\u201eBringen Sie uns den Kopf von Abu Al-Yased\u201c ruft Klaus Peter Walter mit dr\u00f6hnender Stimme dem Leser zu, der ihm willig in eine wilde, anspielungsreiche Piratengeschichte folgt. Tagespolitisch aktuelle Themen und religi\u00f6s motivierte Handlungen werden geschickt mit einer wirklich atemlos anmutenden Jagd auf einen Terroristen verkn\u00fcpft. Wer die Holmes-Pastiches von Klaus-Peter Walter gelesen hat, der wei\u00df, dass bei diesem Autor weder das Ende noch die Handlungen vorhersehbar sind und das Abenteuer nicht auf den bedruckten Seiten bleibt.<\/p>\n<p>Von Andreas Gruber hatte ich noch nichts gelesen und war entsprechend gespannt. \u201eDer Maya-Transmitter\u201c hei\u00dft die Bonusgeschichte aus seiner Feder. Die verschollene Anderson-Expedition kostete den Teilnehmer, der wegen eines Unfalls nicht an ihr teilnehmen konnte, die Liebe einer Frau, seine Gesundheit und seine akademische Position. Sieben Jahre sp\u00e4ter muss er unter allen Umst\u00e4nden wissen, was damals geschah. Bewegend und \u2013 wie alle Beitr\u00e4ge- sehr gut geschrieben, war ich nicht nur in London, sondern auch in einer versunkenen, alten Kultur zu Gast.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\n&#8222;STEAMPUNK-Erinnerungen an Morgen&#8220; ist eine Anthologie von hoher Qualit\u00e4t und ebenso hohem Unterhaltungswert. Einsteiger und Experten des Genres werden ihr Vergn\u00fcgen an jeder einzelnen Erz\u00e4hlung haben, und die Innengrafiken von Crossvalley Smith verstehen es, den Geist der einzelnen Geschichten einzufangen und den Band zu bereichern.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>Rezension von Carsten Kuhr <strong><a href=\"http:\/\/www.phantastiknews.de\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=5506:alisha-bionda-hrsg-erinnerungen-an-morgen-steampunk-1-buch&amp;catid=42:rezensionen&amp;Itemid=62\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Phantastik-News.de<\/a><\/strong><\/h6>\n<p>Steampunk, so h\u00f6rte man vor zwei Jahren auf der Buchmesse, ist das Subgenre, das die Phantastische Literatur wieder auf die \u00dcberholspur f\u00fchren w\u00fcrde. Nach den High-Fantasy-Romanen in der Nachfolge von \u201eDerHerrn der Ringe\u201c, den Zauberlehrlingen der Potter-Klone, den Vampiren der BISS-Epigonen und den Dystopien, die mit den Tributen von Panem zu einem beispiellosen H\u00f6henflug ansetzten, erhofften Verlage und Buchhandlungen von der Verbindung des verkl\u00e4rt dargestellten viktorianischen Dampfzeitalters und verr\u00fcckten Erfindungen oder Magie das gro\u00dfe Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Zwar blieb der ganz gro\u00dfe Ansturm auf die B\u00fccher bislang aus, vielleicht auch, weil keine unterst\u00fctzenden Kino-Blockbuster auf der Leinwand brillierten, doch jeder Verlag bem\u00fchte sich, entsprechende Werke zu publizieren. Abgesehen von Feder &amp; Schwert, die als Vorreiter gleich eine eigene Steampunk-Reihe aus der Taufe hoben, vermisste man bei den Kleinverlagen entsprechende Bem\u00fchungen. Dies \u00e4ndert sich nun und mit der von Alisha Bionda betreuten \u201eSteampunk\u201c-Reihe legt auch Fabylon eine entsprechende Buchreihe auf. Erneut wird hierbei darauf Wert darauf gelegt, dass die B\u00fccher und deren Inhalt auch im Innenteil mit passenden Illustrationen geschm\u00fcckt werden.<\/p>\n<p>Den Auftakt machen zwei Anthologien, die dem Leser den Mund ein wenig w\u00e4ssrig machen sollen auf das, was in Vorbereitung ist. So erwarten uns Prologe von Romanen, an deren Entstehung gerade gearbeitet wird, Ausz\u00fcge aus Werken die zur Publikation vorbereitet werden und eigenst\u00e4ndige Novellen. Sechs Geschichten umfasst der erste Teil, die auf jeweils ganz eigene Weise aufzeigen, wie vielf\u00e4ltig das Subgenre sein kann, Beitr\u00e4ge, die abenteuerlich und nachdenklich, hintergr\u00fcndig und phantasievoll den Leser an die Seiten bannen.<\/p>\n<p>Alisha Bionda greift dabei auf eine mittlerweile gewohnte Riege etablierter Autoren zur\u00fcck. Sie alle haben bereits bewiesen, dass sie zu unterhalten wissen, bieten neben einer handwerklich ansprechenden Ausf\u00fchrung das, was der Leser in der Phantastischen Literatur immer sucht: die Begegnung mit dem Unbekannten, dem Mysteri\u00f6sen und Gef\u00e4hrlichen. Folgen Sie der Herausgeberin und ihren Autoren also einmal mehr in ein fr\u00fcheres, etwas anderes London, in dem die Kraft der Erfinder f\u00fcr gar denkw\u00fcrdige Maschinen und Ideen b\u00fcrgt.<\/p>\n<p>In Guido Krains \u201eSteam is Beautiful\u201c kehrt ein mittelloser Erfinder an die St\u00e4tte seiner Kindheit zur\u00fcck. Hier, wohl verborgen in einem hochherrschaftlichen Anwesen, ist er bei seinem Onkel aufgewachsen, der ihn dann verstie\u00df. Und hier erbt er nicht nur dessen Verm\u00f6gen, sondern muss auch feststellen, dass sein Oheim seine Pl\u00e4ne aus Jugendtagen verwirklicht und ausgebeutet hat. Als ein allzu eifriger Kunde seines Onkels ihn bedr\u00e4ngt, kommt es ihm zupass, dass er auf eine wackere Haush\u00e4lterin vertrauen kann &#8211; auch wenn diese aus Stahl geformt ist.<br \/>\nDer Prolog seines f\u00fcr Dezember 2012 in Vorbereitung befindlichen Romans stellt dem Leser nicht nur einen genialen Erfinder, sondern auch ein Zimmerm\u00e4dchen mit franz\u00f6sischem Akzent vor, das sich um das Wohl ihrer Herrschaft mit ihrem st\u00e4hlernen Herzen sorgt. Komisch anmutend etwa, wenn sie ihre metallenen Lippen mit rotem Lack nachzieht, nachdenklich, wenn man mit dem Mastermind \u00fcber die Auswirkung von Erfindungen und deren Missbrauch nachdenkt, weckt Krain hier Appetit auf mehr.<\/p>\n<p>In Bernd Perplies\u2019 \u201eDer Automat\u201c begegnen wir dem zuverl\u00e4ssigsten Attent\u00e4ter seiner Zeit. Jeden Auftrag bringt er zur Zufriedenheit seiner Kunden \u00fcber die B\u00fchne. Einzig Kinder und Frauen werden von ihm als Opfer der Auftragsmorde abgelehnt &#8211; doch ist ein mechanisches Kind wirklich ein Kind oder eine Maschine? \u00dcber den D\u00e4chern Londons kommt es zum Aufeinandertreffen von T\u00e4ter und Opfer.<br \/>\nEine nachdenkliche Story, in der es hintergr\u00fcndig mehr darum geht, ab wann eine Maschine lebendig wird, ob eine Maschine Gef\u00fchle haben kann, die sie auf die Ebene eines Lebewesens heben.<\/p>\n<p>S\u00f6ren Preschers \u201eErinnerungen an Morgen\u201c nimmt sich der M\u00f6glichkeit an, mittels Hypnose in fr\u00fchere Leben einzutauchen. Einst ein mittelloser Arzt, machte Henry sich durch Anwendung des Mesmerismus als Behandlungsmethode einen Namen. Immer wieder aber st\u00f6\u00dft er, bei seinen Behandlungen auf fr\u00fchere Leben seiner Patienten. Was aber w\u00e4re, wenn man nicht nur in fr\u00fchere Leben zur\u00fcckgehen, sondern auch auf diese Weise die Zukunft besuchen k\u00f6nnte. Nicht nur ein Verm\u00f6gen lie\u00dfe sich an der B\u00f6rse verdienen, Erfindungen der Zukunft lie\u00dfen sich kopieren, auch dem Geheimnis der Existenz k\u00f6nnte man auf den Grund gehen &#8211; wenn es da nicht eine geheimnisvolle Kontrollinstanz geben w\u00fcrde.<br \/>\nGeschickt nutzt der Autor hier das Vehikel des zun\u00e4chst selbstlosen Forschers als Aufh\u00e4nger f\u00fcr seine Geschichte. Wo h\u00f6rt der Gedanke des Helfens auf, wo beginnt die Gier? Ist alles, was machbar, ist auch moralisch zul\u00e4ssig? Fragen, die sich aufdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>In K. Peter Walters \u201eBringen Sie uns den Kopf von Abu Al-Yased\u201c nutzt das Empire ein neuartiges Vehikel, um einem Piraten das Handwerk zu legen. Stellen Sie sich ein Luftkissenboot vor, das mittels Dampfantrieb einen Korsaren und seine Mannschaft nicht nur zu Wasser, sondern auch in der W\u00fcste verfolgen kann. Erstaunt findet sich der Freibeuter pl\u00f6tzlich und unerwartet in der Rolle des Gejagten wieder.<br \/>\nEtwas kurz geraten ist dieser Beitrag, so dass die unbestrittenen St\u00e4rken des Autors, die Verbindung sorgf\u00e4ltig recherchierter Fakten aus der Vergangenheit mit phantastischen Motiven, dieses Mal ein wenig kurz kommt. Dar\u00fcberhinaus ein wohltuend anderes Piratenabenteuer.<\/p>\n<p>Auch wenn in Tanya Carpenters \u201eVariet\u00e9 D\u2019Immortal\u201c Vieles nur Lug und Trug ist, das dem zahlenden Publikum im Variet\u00e9 geboten wird, so wartet in der letzten Auff\u00fchrung doch wahrlich Erstaunliches auf die Zuschauer. Was ihnen im wahrsten Sinne des Wortes den Atem rauben wird ist die Wiederbelebung einer Verblichenen, die in kryonischer K\u00e4lte konserviert wurde.<br \/>\nAuch hier geht es hintergr\u00fcndig wieder um Moral. Kann, ja soll man Verstorbene wieder zum Leben erwecken? Wie hoch ist der Preis, der ein solches Handeln nach sich zieht und ist dieser zu rechtfertigen? Fragen, die sich die Autorin in einer spannenden Rahmenhandlung stellt.<\/p>\n<p>Vor Jahren verschwand eine wissenschaftliche Expedition in Andreas Grubers \u201eDer Maya-Transmitter\u201c mitten im mexikanischen Urwald nahe Uxmal. Was ist den Forschern damals zugesto\u00dfen? Die Antwort findet sich in einem verborgenen Labyrinth unterhalb der gro\u00dfen Pyramide. Hier sto\u00dfen die Forscher auf die legend\u00e4re Maya-Maschine.<br \/>\nGruber entf\u00fchrt uns zun\u00e4chst ganz auf abenteuerlichen Spuren in den mittelamerikanischen Urwald. Arch\u00e4ologen, alte Pyramiden dazu das Reich der Maya &#8211; dazu ein Geheimnis und ein vom Schicksal gebeutelter Forscher sorgen in der atmosph\u00e4risch dichten Erz\u00e4hlung f\u00fcr Spannung.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit diesem Band startete die Reihe &#8222;Steampunk&#8220; im Fabylon Verlag. 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